In 5 Schritten vom Lesemuffel zur Leseratte

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Langsames und stockendes Lesen ist anstrengend und dazu auch noch frustrierend – denn es hindert das Gehirn daran, das Gelesene adäquat zu verarbeiten. Das Leseverständnis bleibt auf der Strecke. Die Folge ist, dass Kinder mit Schwierigkeiten beim Lesen meist nur schwer wiedergeben können, was sie da gerade gelesen haben. Dies führt zu Frust auf allen Seiten – und zu Problemen in weiteren Fächern.


Aber wie kann es sein, dass manche Kinder trotz größter Bemühungen nur schwer Fortschritte machen beim Lesen?

Die Ursache liegt häufig in einer nicht abgeschlossenen Automatisierung der Wort-Bild-Erkennung. Jedes neue Wort in der Zeile muss Buchstabe für Buchstabe zusammengesetzt werden, da das Gehirn nicht in der Lage ist, das Wort als Ganzes zu erkennen. Dieser Prozess verbraucht sehr viel Konzentration und macht es oft unmöglich, sich auch noch auf den Inhalt des Satzes zu fokussieren.

Woran lässt sich die fehlende Automatisierung beim Lesen erkennen?

✔ Die Konzentration beim Lesen lässt zusehends nach.

✔ Das Lesen ähnelt manchmal einem Rätselraten.

✔ Falsch gelesene Wörter werden nicht selbstständig erkannt.

✔ Ähnlich aussehende Wörter werden verwechselt.

✔ Das Lesen erfolgt “ohne Punkt und Komma”.

✔ Zusammenfassungen des Gelesenen sind bruchstückhaft.


Mit einem intensiven Lesetraining können Sie dem innerhalb weniger Wochen entgegen wirken! Und ich zeige Ihnen wie!

✔ 1. Wählen Sie eine Kategorie innerhalb der Lesekarten aus (Meine Empfehlung: Beginnen Sie mit ➡ „Wortstämme“). ➡ Ein Lesekarten Freebie zum Ausprobieren finden Sie hier.


✔ 2. Wählen Sie ein Zeitfenster aus, zu dem Sie täglich 5-10 Minuten nur für Ihr Kind da sein können. Das Zeitfenster wird gemeinsam besprochen und festgelegt und sollte auch nur in absoluten Ausnahmen geändert werden. Warum ist dies so wichtig? Kinder mit Schwierigkeiten beim Lesen möchten dieser Tätigkeit gerne aus dem Weg gehen – verständlicherweise! Werden Sie nun damit konfrontiert, sich kurzfristig und spontan einer Sache widmen zu müssen, die sie eigentlich so gut es geht zu vermeiden versuchen, reagieren sie meist mit Trotz und Wut. Dies ist ebenfalls verständlich, denn auf Dinge, die wir nicht mögen oder nicht wollen, möchten wir uns gerne vorbereiten. Vermeiden Sie also eine „böse Überraschung“.


✔ 3. Lassen Sie sich mindestens eine Karte pro Tag vorlesen. Ob ausgedruckt, am Handy oder am Tablet spielt für den Erfolg keine Rolle. Auch die Reihenfolge der Karten ist nicht zwingend einzuhalten. Zwar sind die Lesekarten systematisch nach Lauten sortiert, dies ist jedoch eher für Lehrkräfte von Bedeutung.


✔ 4. Diese eine Karte pro Tag soll nun immer und immer wieder vorgelesen werden – vorwärts, rückwärts, egalwärts! Begleiten Sie das Lesen, damit sich keine Fehler einschleichen. Sie werden erkennen, dass das Stocken recht schnell nachlässt und die Lesegeschwindigkeit zunimmt.


✔ 5. Sobald Sie den Eindruck haben, dass die Karte “auswendig gelernt” klingt, ist das Tagesziel erreicht! In diesem Moment ist das Wortbild mit dem
gesprochenen Wort verknüpft. Dieser Prozess wird als Automatisierung bezeichnet und beschreibt den natürlichen Lesevorgang. Wenn Sie sich selbst einmal beim Lesen beobachten, werden Sie feststellen, dass Sie die einzelnen Wörter nicht mehr Buchstabe für Buchstabe zusammenziehen, sondern automatisch das gesamte Wort erkennen. Und genau das üben Sie nun mit Ihrem Kind!


Ich darf keine Heilversprechen geben – doch ich habe noch nie ein Kind erlebt, das mit dieser Methode keine Fortschritte machen konnte!

Schon nach wenigen Wochen werden Sie die ersten positiven Veränderungen bemerken: Mit einer Steigerung der Lesegeschwindigkeit nimmt das Verstehen des Gelesenen zu. Der Freude am Lesen sind von nun an keine Grenzen mehr gesetzt!

Selbstverständlich kann ein Lesetraining auch ein Teil des Deutschunterrichts und der individuellen Förderung in der Schule sein! Weitere Übungen zur Verbesserung der Lesegeschwindigkeit finden Sie beispielsweise ➡ hier.

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