I wie Intrinsische Motivation – aus “Kinder mit LRS stärken”

Intrinsische Motivation

I WIE INTRINSISCHE MOTIVATION

Intrinsische Motivation ist die Form der Motivation, die aus uns selbst hervorgeht – also ohne äußere Anreize, Belohnungen, Noten, etc.

Soviel zur Theorie

Oft erwarten wir von Kindern sich selbst motivieren zu können – zum Lernen, zum Lesen, zum Ehrgeiz, zum Sport, zum Aufräumen, zur Pünktlichkeit. Doch sind wir mal ganz ehrlich – wie oft gelingt es UNS an einer Sache dranzubleiben, wenn sie uns Nerven und Kräfte raubt, der Erfolg ausbleibt und uns noch nicht mal eine Entschädigung für unsere Mühen in Aussicht gestellt wird? 🤷‍♀️ Genau, wir möchten aufgeben. 🤦‍♀️

Und wir dürfen dies in der Regel auch. Ich nehme hier gerne das Beispiel des VHS-Kurses, in dem wir uns zum Jahresanfang voller Enthusiasmus angemeldet haben. Doch der Kurs läuft nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben? Vermutlich gehen wir dann immer seltener hin. Und zum Folgekurs melden wir uns gar nicht erst an. Und das geht! Intrinsische Motivation gleich null. Keiner meckert, kein Hefteintrag, kein Hausarrest. Einfach so.

Und die Motivation eines Kindes?

Doch einem Schulkind ist das Aufgeben streng untersagt. Es muss weitermachen, jeden Tag.

Als Erwachsene und Vorbilder sollten wir niemals aufhören, Kinder zu motivieren und ihnen Mut zuzusprechen auf ihrem steinigen Weg – ganz besonders dann, wenn sie selbst immer mehr den Mut zu verlieren scheinen 🙏.

Manchmal ist die Schaffung extrinsischer Motivationsfaktoren der letzte Ausweg, um ein Kind vor einer Abwärtsspirale zu bewahren! Ich weiß, dass es bei diesem Thema sehr unterschiedliche Meinungen gibt und teilweise sehr kontrovers diskutiert wird. Nein, ein Kind sollte nicht damit aufwachsen, immer alles zu bekommen! Aber ja, ein Kind darf etwas haben, worauf es sich freuen kann, wenn die Schule ihm diese Freude nicht mehr gibt. 

Ein paar Tipps von mir für das (tägliche) Üben

✔ Die meisten Kinder mit Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben fühlen sich von der Fülle eines Arbeitsblattes erschlagen, noch bevor sie überhaupt angefangen haben – egal wie gut es didaktisch aufbereitet ist. Es zeigt ihnen während des gesamten Arbeitsprozesses, wie viel noch vor ihnen liegt.

✔ Arbeitsblätter haben oft einen “Einsetz”-Charakter. Um ein Thema jedoch in seinem Gesamtzusammenhang zu begreifen und zu üben, sollten Aufgaben und Sätze immer auch im Ganzen erarbeitet und ggf. geschrieben werden. Mein Motto: Entweder mündlich oder vollständig schriftlich.

✔ Ein Arbeitsblatt gibt immer vor, wie viel noch zu tun ist – unabhängig vom Tempo des jeweiligen Kindes. Arbeitsblätter, die nicht ganz geschafft wurden, hinterlassen immer ein Gefühl des Versagens.

✔ Lern-, Lese- oder Übungskarten sind dagegen frei von diesen Nachteilen – sie werden quasi immer geschafft! Einer Frage oder einer Aufgabe kann so viel Zeit gewidmet werden, wie sie nun mal braucht, ohne den Satz “Wir müssen aber den Rest auch noch schaffen!”

✔ Lösen Sie sich deshalb, wann immer es möglich ist, von dem klassischen Arbeitsblatt.

KINDER LERNEN NICHT FÜR SICH, SONDERN FÜR UNS

Halten Sie sich immer vor Augen, dass Sie der größte Motivationsfaktor sind, den Ihr Kind haben kann! Nutzen Sie dieses Potenzial! 

Und wenn Sie nicht weiterkommen – nutzen Sie mich und vereinbaren Sie jetzt ein kostenloses Erstgespräch.

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ALLES ZUSAMMEN IN EINER LEKTÜRE

Sie hätten gerne alle Tipps aus der Reihe “Kinder mit Lese-Rechtschreibschwäche stärken” kompakt in einem Heft? Das können Sie sehr gerne haben! 👏 

Der große Vorteil an einer “echten Lektüre” ist die Veranschaulichung: Machen Sie sich Notizen über Erfolge oder Hürden. Lassen Sie Ihr aktuelles Ziel aufgeschlagen auf dem Kühlschrank liegen. Und nutzen Sie den besseren Überblick über all die Punkte, die Sie interessieren.

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