Online-Unterricht mit Offline-Materialien

Online-Unterricht mit Offline-Materialien

Auch wenn ich mir den Schubs ins kalte Wasser 🌊 unter anderen Voraussetzungen gewünscht hätte, bin ich doch auch dankbar dafür, dass die zurückliegenden Corona-Monate mich zu einer intensiven Auseinandersetzung mit den digitalen Möglichkeiten von Unterricht gezwungen haben.

✔ Als Lerntrainerin mit den Schwerpunkten Lese-Rechtschreibschwäche und Legasthenie bin ich nun bei einer Mischung aus Präsenz- und Onlinestunden angekommen. Während der Video”konferenzen”  habe ich Vieles ausprobiert: Übungen in die Kamera halten, den Bildschirm teilen und somit auch das Whiteboard, Dokumente oder Bilder mit Übersichten und Zusammenfassungen. Manches war grausig – sowohl qualitativ als auch effektiv – das muss ich rückblickend eingestehen.

 

Optische und inhaltliche Ansprüche: setzen 6

Mein Problem dabei war immer wieder, dass bereits fertige Dokumente zu viel oder zu wenig vorgeben und ich es nicht geschafft habe, diese optisch ansprechend und gleichzeitig strukturiert spontan wachsen lassen zu können.

Schließlich soll in einer Trainingsstunde das Kind im Fokus stehen und nicht das Design der Ergebnissicherung 👩‍🎨.

Auch war es für mich nicht zufriedenstellend, so viel Zeit während der Stunde mit Schreiben zu verbringen, während das Kind mir am Bildschirm dabei zusieht – nicht alle Endgeräte bieten die Option, dass die Kinder selbst etwas in die geteilten Dokumente hineinschreiben können.

Alles in allem haben sich je nach Schüler*in, Alter, digitalen Voraussetzungen und auch je nach zu bearbeitendem Thema immer wieder Aspekte aufgetan, die den Unterricht in einem suboptimalen Licht erscheinen ließen 🤦‍♀️.

 

Meine Entdeckung

(absolut simpel und dennoch war sie mir vorher gar nicht in den Sinn gekommen)

💻 Ich teile den Bildschirm während des Online-Unterrichts mit den Unterrichtsmaterialien im PDF-Format, die ursprünglich für Phasen des individuellen Lernens im Präsenz-Unterricht gedacht waren. Das sind bei mir vor allem Übungs- und Lesekarten (also keine Arbeitsblätter oder Arbeitshefte).

Hört sich total logisch an – war für mich jedoch ein Learning mit Aha-Effekt. Ich muss das Rad gar nicht neu erfinden. Ich muss gar keine neuen Methoden und Materialien aus dem Boden stampfen. Ich nutze das, womit ich bereits seit Jahres arbeite – nur anders.

✔ Der Vorteil gegenüber Arbeitsblättern: Der Fokus liegt automatisch auf der Übung / dem Satz etc., welche relevant sind – unabhängig von der Größe des Bildschirms des jeweiligen Endgerätes.

Wir konzentrieren nur auf die das, was vor uns “liegt”. 

Warum ich Übungskarten generell einem Arbeitsblatt vorziehe, beschreibe ich übrigens in meinem Autorenprofil bei Eduki.

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