Spielen verbindet – auch ohne Sprache

Schach

SPIELEN VERBINDET - AUCH OHNE SPRACHE

Ich war mit meinem Sohn auf einem Schachturnier. Ich selbst bin vollkommen unerfahren, wie es ist, in einem Verein oder einem Club zu spielen oder auch nur einem regelmäßigen Freizeitprogramm nachzugehen, zusammen mit anderen Interessierten 🤷‍♀️

Ich hatte also keinerlei Erwartungen an unser Wochenende. Wahrscheinlich spielen einfach ein paar Kinder Schach.

Mein erster Eindruck

Ich gebe es ehrlich zu: Ich war ziemlich irritiert, wie viele Sprachen hier um mich herum gesprochen werden. Die Gespräche unter den verschiedenen Eltern finden auf Englisch statt – auch für die Kinder scheint dies selbstverständlich zu sein. 

Die ersten Stunden waren somit für mich auch irgendwie aufregend – denn mit wem sollte ich mich in den kommenden zwei Tagen unterhalten? Und wie?

Und dann kam die Erkenntnis

Und plötzlich habe ich es erkannt: Ich habe vor Ort gesehen, was ich in der Theorie schon so oft erzählt habe: 

Sport, Spiel und Musik – drei ganz und gar wunderbare Bestandteile des Lebens – machen es nicht nötig, dass man die gleiche Sprache spricht. Die Verbindung zueinander erfolgt nicht über die Sprache, sondern sie erfolgt über das gemeinsame Interesse. Die Regeln und das Handwerkszeug müssen verstanden sein. Dafür ist es jedoch nicht nötig, die gleiche Sprache zu sprechen. Ab dann spielt es keine Rolle mehr, welche Sprache der Einzelne spricht. 

Spielen baut Brücken

Ein Spiel baut Brücken der Verständigung 😍

In der Klasse, im Beruf, mit den Nachbarn – immer wird der erste (und auch zweite) Eindruck eines Menschen über die Sprache definiert. Doch im Spiel zählt die Freude, die Begeisterung, das Miteinander.

Lernen mit Spaß

Und nun schließt sich der Kreis. 

Schule bemüht sich intensiv darum, Lernhemmungen abzubauen und den Kindern den Zugang zum Lernen mit Freude und Spaß zu erleichtern. 

An diesem Wochenende hat sich mir bestätigt: All diese Bemühungen wären hinfällig, wenn Freude am Lernen der Anfang wäre. 

ALLER ANFANG IST DAS SPIELEN

Während meiner Zeit im Kindergarten erlebe ich genau dies jeden Tag: Kinder, die die deutsche Sprache noch nicht sprechen, müssen diese erst noch lernen. Doch wer das Lernen in den Fokus stellt, hat bereits verloren. Es ist das Spiel, das im Vordergrund steht und den Zugang zum Kind und damit zur Sprache ermöglicht.

Welche Erfahrungen ich mache im Bereich “Sprachförderung im Kindergarten” (Klick) lesen Sie hier.

Sprachförderung

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