V wie Veränderung – aus “Kinder mit LRS stärken”

Veränderung

Veränderungen brauchen Zeit ⏳ und Ausdauer 🏃‍♂️! Eine Veränderung fällt nicht vom Himmel in unseren Schoß – sondern wir müssen sie uns mit viel Mühe erarbeiten. 

Wo liegt der Fokus? Welche Veränderungen sind nötig? 

Bevor wir loslegen, Dinge in unserem Leben zu ändern, braucht es zunächst einmal eine gründliche Analyse.

🦔 Was stört mich?

🦔 Warum stört es mich? Weil die Nachbarn reden? Weil die Lehrer meckern? Weil es ständig Streit gibt?

🦔Welches Ergebnis wünsche ich mir am Ende der Veränderung? 

🦔 Wenn ich mich nun gedanklich in diese Zeit in der Zukunft versetze, in der alles besser ist – Was würde ich meinem Ich aus der Vergangenheit rückblickend raten?

🦔 Welche Stellschrauben im Alltag WILL, KANN oder MUSS ich verändern? 

🦔 Welche Unterstützung brauche ich, um nicht in alte Muster zurückzufallen?

Und nun zum Thema Schule

Ist beispielsweise das oberste Ziel, Ordnung in die Schulsachen zu bringen, so legen Sie den Fokus zunächst nur auf diese eine Sache. Gehen Sie mit dem Kind zu regelmäßigen Zeiten gemeinsam die Unterlagen für den nächsten Tag durch und achten darauf, ob alle losen Blätter eingeheftet sind, alles leserlich ist, alle Arbeiten vorgezeigt wurden, etc. Machen Sie diese Aktivität zu einem Ritual.

Erst, wenn das Packen der Schulsachen keinen Grund mehr für Diskussionen darstellt, sondern einen festen Bestandteil des Tagesablaufes darstellt, gehen Sie zur nächsten Veränderung über.

Dies kann zum Beispiel das tägliche Vokabellernen sein. Im Anschluss an den gepackten Ranzen wird also noch 10 Minuten mit dem Vokabelkasten gearbeitet.

✔ Schritt für Schritt etablieren sich neue Gewohnheiten. 

Wichtig: Ausnahmen kann und darf es geben! Sie sollten allerdings nicht zur Regelmäßigkeit werden und auch nicht willkürlich in Anspruch genommen werden. Es sollte für alle Beteiligten klar sein, dass wir heute nur deshalb die Hausaufgaben in den Abend verlegen, weil die Oma eben nur ein Mal in diesem Jahr Geburtstag hat und zum Kaffeetrinken einlädt.

Bewegungsroutine

Ein weiteres empfehlenswertes Ritual ist die Belohnung einer gemachten Aufgabe mit einer fünfminütigen Sporteinheit. Dies hört sich erstmal anstrengend an, hat jedoch einen absolut lohnenswerten Effekt: Beim Sport (egal ob Yoga oder Seilspringen oder Körbe werfen) werden Endorphine freigesetzt. Diese wiederum erleichtern das Lernen. Die Abwechslung ist außerdem gut für das persönliche Empfinden am Ende eines halben Tages am Schreibtisch – das Gehirn erinnert sich nicht nur an die quälenden Momente des Paukens, sondern auch an die körperlichen Erfolge 💪

Ein langer, aber lohnenswerter Weg zur Routine

Im Übrigen braucht es etwa 90 Wiederholungen, bis eine Handlung zur Routine geworden ist 😮

Die investierte Mühe wird sich allerdings lohnen und die Zeit, die Sie heute für die Etablierung von Ritualen verwenden, werden Sie in Zukunft sparen durch ausbleibende Diskussionen und die immer größere Selbstständigkeit Ihres Kindes!

Sie kennen es sicher aus eigener Erfahrung: Gewohnheiten fühlen sich nicht belastend an – nur der Weg dorthin erfordert Disziplin 💪

 

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