Wie ich den Kindern Nomen erkläre?

WIE ICH DEN KINDERN NOMEN ERKLÄRE

Bis hierhin ist alles klar.

Nomen besitzen einen Artikel. “Ich klettere auf den Baum.” Nomen kann man sehen und anfassen. “Haus”. “Kuscheltier”. Mit diesen beiden Regeln lernen Kinder in der Grundschule meist, Nomen im Satz zu erkennen.

Hier wird es schon schwieriger.

“Vor lauter Hitze kann ich nicht mehr klar denken.” In diesem Satz kann ich außer mich selbst gar nichts sehen. Und anfassen schon gar nicht. Muss ich jetzt vor jedes einzelne Wort einen Artikel setzen, um herauszufinden, ob im Satz ein Nomen enthalten ist? Meine Antwort: Nein! Wir schauen uns nicht den Satz, sondern die Wortart Nomen mal etwas genauer an! Nomen sind nämlich etwas ganz Besonderes! Und weil sie so besonders sind, heben wir sie hervor und geben ihnen einen großen Anfangsbuchstaben! Ich persönlich würde gerne noch sehr viel mehr tun, um Nomen für ihre Besonderheit zu feiern, aber mir sind da aufgrund der Rechtschreibregeln leider die Hände gebunden.

Aber was macht Nomen so besonders?

Anders als alle anderen Wortarten gibt es Nomen nämlich tatsächlich! Sie existieren! “Manchmal überkommt mich eine tiefe Traurigkeit.” Kannst du diese Traurigkeit spüren? Genau! Weil sie wirklich existiert! Erzähl mir, woher sie kommt. Lass sie uns gemeinsam vertreiben! Dinge, die wirklich existieren, lassen sich beschreiben. Wir können über diese Dinge reden. “Am Abend waren wir noch im Kino.” War es ein schöner Abend? War es ein lustiger Abend?

Kannst du ein Wort im Satz also näher beschreiben und mir davon berichten, dann musst du es großschreiben. Das klappt dann übrigens auch bei nominalisierten Wörtern. “Beim Laufen habe ich mir den Fuß verstaucht.” Schnell? Langsam? Wie warst du unterwegs?

Eine komplizierte Strategie? Nur auf den ersten Blick!

Diese Strategie hört sich vermutlich erstmal total kompliziert an. Da Kinder mit Lese-Rechtschreibschwäche jedoch vor allem im freien Schreiben Fehler machen, ist dies durchaus eine sehr hilfreiche Strategie. Denn hier wissen sie meist sehr genau, was sie erzählen wollen. Und somit auch, was sie beschreiben wollen. Probieren Sie es einfach mal auf diese Weise!

🔎 Ein Arbeitsheft, in dem noch einmal Schritt für Schritt der Weg zur sicheren Großschreibung erklärt und geübt wird, finden Sie hier (Klick).

🔎 Eine ganze Auswahl an verschiedenen Aufgabenformaten gibt es hier (Klick).

In den seltensten Fällen gibt es EINE Regel, die alle Bereiche eines Themas abdeckt. Deswegen kann diese Strategie auch einfach “nur” eine Ergänzung darstellen zu dem bisherigen Wissen, um auch noch das letzte Nomen im Satz sicher zu finden! Viel Erfolg!

Ihre Diana Rohrbeck von wachsenlernen

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Ich ganz persönlich liebe Blogartikel sehr, wenn ich auf der Suche nach einem konkreten Thema bin und mir erst einmal einen Überblick dazu verschaffen möchte. Ich finde es toll, dass ich im Internet entscheiden kann, wie tief oder oberflächlich meine Suche sein soll. 

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In der Regel empfehle ich dann einen Ferienkurs: kompakt, stressfrei und nach meiner Erfahrung sehr viel effektiver als ein wochenlanges Rechtschreibtraining am Nachmittag.

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Ich kenne die Diskussionen darum, ob Kinder sich in ihren Ferien mit Schule beschäftigen sollen, sehr genau. Ich kann beide Seiten sehr gut verstehen und ich habe für mich persönlich beschlossen, dass es mir nicht zusteht, für eine Familie oder ein Kind zu entscheiden, wie die Ferien gestaltet werden sollten.

Ich kann lediglich von meiner Erfahrung berichten – und diese Erfahrung zeigt sehr eindeutig: Kinder, die sich freiwillig und aus Überzeugung für einen Kurs in den Ferien bei mir entscheiden, machen in dieser Zeit in der Regel viel größere Fortschritte als während des letzten halben Jahres!

Schauen Sie sich doch einfach mal ganz unverbindlich mein Ferienprogramm an und lassen Sie den Gedanken in Ruhe setzen.

Zum aktuellen Ferienprogramm geht es hier entlang (Klick).

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